Anstatt einem verdienten Zwei-Zwei leider ein unverdientes Drei-Eins
8. Runde Freitag, 01.10.2010: Austria Ama. - FC Waidhofen 3:1 (2:0)
Bericht von Ostliga.at
Im Vorfeld gab es mehrere Umstände, die diesem Spiel sehr viel Brisanz zukommen ließen. Zum Einen spielten zwei Teams gegeneinander, die vom Spielerischen sicherlich zu den Besten der Liga zählen. Weiters durfte man gespannt sein, wie sich einerseits die Jung-Veilchen von der 0:4-Klatsche gegen Parndorf in der Vorwoche erholen würden, und ob andererseits die Niederösterreicher den Schwung vom 2:0 Heimsieg gegen den SV Horn mitnehmen konnten. Und zu guter Letzt wäre da ja noch Ex-Waidhofen und jetziger Austria-Trainer Ivica Vastic. Für Spannung war also schon im Vorfeld gesorgt.
Die Gäste aus Waidhofen legten vor der mickrigen Kulisse von gezählten 127 Zuschauern gleich richtig los. Schon nach zwei Minuten fand Zemann nach Pass von Stradner die erste Großchance vor, doch sein Schuss aus rund 16 Metern ging links am Gehäuse vorbei. Nur drei Minuten später hatte erneut Zemann das 0:1 am Fuß, doch Arnberger im Tor der jungen Austrianer konnte dessen Versuch mit einer Parade zunichte machen. Nach diesen zwei frühen Schrecksekunden kam es dann jedoch für die Gäste selbst Schlag auf Schlag. Schon in der 9. Minute musste Krimberger wegen einer Verletzung vom Platz. Wenige Minuten später kam es dann noch schlimmer: Oberortner erkämpft im Mittelfeld den Ball für die Austria Amateure, zieht dann mit einem Vorstoß bis 25 Meter vors Tor, um dort zu Fall gebracht zu werden. Den anschließenden Freistoß versenkt Tadic mit einem scharfen Flachschuss im linken Eck (15.). Doch damit nicht genug: Nur zwei Minuten später zog Salomon nach weitem Pass der gesamten Waidhofen-Abwehr davon und ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen - 2:0. Die Niederösterreicher hatten sichtlich Probleme diesen Schock zu verdauen, daraus resultierten auch einige Unsicherheiten in der Defensive, was wiederum die technisch gut spielenden Violetten zu einigen Chancen verhalf, unter anderem ergaben sich Möglichkeiten für Tadic (er scheiterte aus 2 Metern nachdem er überraschend nach einem Corner an den Ball kam), Tiffner (Tormann Loidl konnte seinen Schuss zum Corner lenken) und abermals Tadic, als Loidl auch bei dessen Versuch aus 10 Metern am Posten war. So ging es also mit dem 2:0 in die Kabinen.
Gleich nach dem Seitenwechsel hätte Tadic nach 15 Sekunden auf 3:0 erhöhen können, doch nachdem er sich gut durch die Abwehrreihe der Gäste durchgetankt hatte, fiel sein Schuss aufs Tor zu schwach aus. Doch nun schienen die Waidhofener besser ins Spiel zu kommen und erspielten sich auch die eine oder andere Möglichkeit. Nach schönem Zusammenspiel zwischen Plank, Pichler und Zemann verzog Letzterer den Schuss aus aussichtsreicher Position. Kurze Zeit später machte er es jedoch besser: Nachdem Dos Santos den Ball im Mittelfeld an Pichler verloren hatte, spielte dieser den weiten Pass in den Lauf von Zemann, der anschließend im 1 gegen 1 Austria-Tormann Arnberger keine Chance ließ und so auf 2:1 verkürzte (64.). Die Niederösterreicher hatten jetzt endgültig die Oberhand gewonnen und schnürten die Jungveilchen immer mehr in die eigene Hälfte ein. Immer wieder kamen sie gefährlich vors Tor der Violetten, doch sehr oft war dann aber auch ein Bein beim Abschluss dazwischen. Die Heimelf hatte in dieser Phase nur einen Vorstoß zu Buche stehen, als Salomon mit einem halbherzigen Lupfer Gäste-Tormann Loidl nicht überraschen konnte. Dann schreiben wir die 89. Minute: Corner für Waidhofen, Riesendurcheinander im Strafraum und der Ball springt letztendlich zu Remo Mally, der den Ball von der Torlinie kurz wegbefördern kann, den Nachschuss setzt Scharner übers Tor der Heimischen. Eine Minute später: Waidhofen-Verteidiger Datzberger verliert den Ball unglücklich 25 Meter rechts vor dem Tor und aus diesem Fehler sollte die Entscheidung resultieren: Martin Harrer spielte den Pass zur Mitte, wo der eingewechselte Plattensteiner mit dem 3:1 für die Erlösung der Heimischen sorgte.
Fazit: Ein abwechslungsreiches, spielerisch sehenswertes Spiel, in dem die Jung-Veilchen das bessere Ende für sich hatten. Allerdings hätte der Ausgleich gut und gerne auch fallen können und niemand hätte sich beklagen dürfen aufgrund der Nachlässigkeit, die die Austrianer speziell nach dem Anschlusstreffer zeigten. So bleiben die Violetten Amateure auch im fünften Heimspiel ohne Punktverlust.
Tore:
1:0 - (15.) Dario Tadic
2:0 - (17.) Patrick Salomon
2:1 - (64.) Thomas Zemann
3:1 - (90.) Eric Plattensteiner
Aufstellung:
FK Austria Wien (A):
Günther Arnberger;
David Harrer, Remo Mally, Lukas Rotpuller (71. Andreas Strapajevic), Philipp Koblischek;
Patrick Salomon, Maicon Dos Santos II, Emir Dilaver, David Oberortner (83. Eric Plattensteiner);
Andreas Tiffner (66. Martin Harrer), Dario Tadic
FC Waidhofen:
Michael Loidl;
Sascha Fahrngruber, Stefan Datzberger, Daniel Aichinger, Manuel Engleder;
Stefan Stradner (53. Richard Scharner), Gernot Krimberger (9. Stefan Kogler), Manuel Plank, Stefan Lärnsack;
Thomas Zemann, Sascha Pichler








